100.000.000 Nutzungen Allgäu-Walser-Card – System als Wettbewerbsvorteil für die Region

Am 9. August 2018 wurde in der Allgäu Brennerei in Sulzberg von einem Gast aus dem Hotel "Die Gams" in Bad Hindelang eine Allgäu-Walser-Card eingesetzt. Es war die 100.000.000ste (in Worten: Einhundert Millionen) Nutzung einer Allgäu-Walser-Card, die am 24. September 2018 im Rahmen eines Pressegesprächs in der Brennerei vor Ort gewürdigt wurde.

Wer hätte beim Start der Karte vor über 15 Jahren gedacht, welche Erfolgsgeschichte damit geschrieben würde? Heute ist das Allgäu-Walser-Card – System eine zentrale, ausbaufähige  Technologie-Plattform für den Tourismus und die Freizeitwirtschaft, wegen der die Region von einigen Wettbewerbern im Alpenraum beneidet wird.

Dieses Lob von Dr. Andreas Gapp, als Vorstand der Kleinwalsertaler Bergbahn AG und ausgewiesenem Fachmann, hörten die Verantwortlichen für das Allgäu-Walser-Card – System, Landrat Klotz als Beiratsvorsitzender und Ulli Hüttenrauch, der Geschäftsführer der Oberallgäu Tourismus Service GmbH, natürlich gerne. Aber es stimmt ja auch.  Denn 42 Orte mit rund 5.000 Gastgebern arbeiten mittlerweile mit dem Gästekartensystem, das von der OATS an zentraler Stelle betrieben wird.

Das Besondere an der Technologie ist, dass jeder Ort die Möglichkeit hat, die jeweils eigene Gästekarte -zusätzlich zum regionalen Ermäßigungsprogramm- mit individuellen Leistungen attraktiver machen kann. So können zum Beispiel die Gäste im Kleinwalsertal und dem Westallgäu gratis den Bus nutzen, während Oberstdorfer Gäste an kommunalen Parkplätzen gratis parken. Darüber hinaus gibt es einige Premiumangebote, wie Bergbahnen Inklusive in Oberstdorf / Kleinwalsertal, Bad Hindelang PLUS, Oberstaufen PLUS oder „freie Fahrt mit den Allgäuer Hörnerbahnen“ in den Hörnerdörfern, die den Gästen die Gratis-Nutzung von Erlebnisbädern, Parken und vor allem Bergbahnen ermöglichen. Kein Wunder also, wenn die Gäste der über 1.700 an einem dieser Angebote teilnehmenden Gastgeber vor allem die Bergbahnen nutzen.

Die Nutzungsdaten der letzten 5 Jahre belegen: Über 80% der 50 Mio Nutzungen allein in diesem Zeitraum fanden an den Bergbahnen statt. Im Sommer und im Winter. Genau das ist die Stärke des Kartensystems: Die durchgängige Kompatibilität zu den Drehkreuzen und Zutrittssystemen der Bergbahnen und zahlreiche weitere Schnittstellen öffnen den Weg zu attraktiven Services für die Gäste. Und die sind ein echter Buchungsfaktor, wie die Direktorin der Gams, Kathrin Heide, aufgrund von Gästebefragungen bestätigen konnte.

Es war ein Gast aus dem Hotel „Die Gams“, der am 9. August nach einer Abendführung in der Allgäu Brennerei beim anschließenden Einkauf seine Allgäu-Walser-Card einsetzte und so die 100.000.000ste Nutzung auslöste. Das war mehrfach bemerkenswert. Denn es ist der Beleg, dass auch die Gäste aus den Tourismus-Hochburgen trotz gratis Bergbahnen in der ganzen Region unterwegs sind. Vor allem aber war die Wahrscheinlichkeit, dass genau diese Nutzung in der Allgäu Brennerei stattfinden würde, eher sehr gering. Denn die Allgäu Brennerei hat pro Jahr etwa 500 Kunden mit Allgäu-Walser-Card, insgesamt erfolgen pro Jahr über 10 Mio Nutzungen der Karte.

Landrat Anton Klotz würdigte in einer kurzen Rede die politischen Entscheidungsträger im Oberallgäu und Kleinwalsertal, die damals den Aufbau und die Einführung des grenzübergreifenden Kartensystems mit Weitblick ermöglicht hatten und die vor Kurzem die Weiterentwicklung und den Ausbau neuer Services beschlossen haben. Er forderte die Verantwortlichen der unterschiedlichen touristischen Digitalisierungsprojekte, die aktuell u.a. in Balderschwang und Obermaiselstein am Projekt Digitale Alpendörfer sowie unter der Führung der Allgäu GmbH an der „Bayern Cloud“ arbeiten, zur Vernetzung mit der Allgäu-Walser-Card auf. Nur so könne das Beste für die Region dabei herauskommen.

Ulrich Hüttenrauch, Geschäftsführer der OATS, nutzte die Gelegenheit, die konkreten Ziele der Weiterentwicklung des Allgäu-Walser-Card – Systems vorzustellen. Es gehe zunächst vor allem um die konkrete Entlastung der Gastgeber. Gäste werden ab Sommer 2019 bei teilnehmenden Gastgebern die Option haben, schon von zu Hause aus die Check-In – Formalitäten zu erledigen. Für die Gäste bedeutet das bei der Ankunft vor Ort weniger Formalitäten und den schnellen Start in den Urlaub, für die Gastgeber vereinfacht der Vorab-Check-In das Prozedere bei der Anreise und eine Entlastung der Rezeption. Und die müsse Ziel sein, so Hüttenrauch.

Zeit und vor allem Personal ist knapp bei den Gastgebern, das Erstellen der mittlerweile 750.000 Meldescheine pro Jahr und die damit verbundenen 3,2 Mio Kartenausgaben machen bei kleinen und großen Gastgebern eben nicht nur Freude. Hier bestehe akuter Handlungsbedarf. Die OATS arbeitet intensiv am Online-Check-In und weiteren Services. Im nächsten Schritt entsteht dann bis zum Herbst 2019 ein Shop, in dem sich die Gäste neben Bus- und Park-Ticket dann vor allem auch den Skipass per Smartphone kaufen um anschließend mit ihrer Allgäu-Walser-Card direkt durch das Drehkreuz zu gehen ohne noch an die Kasse der Bergbahn zu müssen. Den neuen Shop werden dann auch Einheimische mit Allgäu-Walser-FAN-Card nutzen können.

Auf dem Bild, von links nach rechts:

Dr. Andreas Gapp, Vorstand OK-Bergbahnen / Kleinwalsertaler Bergbahn AG; Ulli Hüttenrauch, Geschäftsführer Oberallgäu Tourismsus Service GmbH; Stephan Günther, Geschäftsführer Allgäu Brennerei; Tanja Dylus, Prokuristin Oberallgäu Tourismus Service GmbH; Kathrin Heide, Direktorin Hotel „Die Gams“ Bad Hindelang; Landrat Anton Klotz, Beiratsvorsitzender Oberallgäu Tourismus Service GmbH; Davide Savoldelli, Vorstand Wilken AG;

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