Die Idee

Bereits Mitte der 90er Jahre begannen die ersten Überlegungen hinsichtlich einer touristischen Vernetzung der Oberallgäuer Gemeinden und des angrenzenden Kleinwalsertals auf Basis einer gemeinsamen Kur- und Gästekarte. Die Vorschläge und Visionen reichten damals von einer einheitlich gestalteten Papierkarte bis hin zur multifunktionalen Chipkarte mit Zahlungsfunktion.

Im Jahre 1998 wurde die erste ortsübergreifende Gästekarte im Auftrag des Landkreises Oberallgäu eingeführt. Diese einfache Papierkarte - genannt Oberallgäu (S)Pass - wurde zusammen mit einer Begleitbroschüre über die örtlichen Gästeinformationsstellen an die Feriengäste verteilt. Die Urlauber in den 28 Oberallgäuer Gemeinden, der Stadt Kempten, Jungholz sowie dem Kleinwalsertal wurden kostenlos bei ihrer Anreise mit dieser Karte ausgestattet und konnten zahlreiche Vergünstigungen im Freizeitbereich nutzen.

Zur Wintersaison 2002/2003 wurde dann eines der innovativsten und ehrgeizigsten Projekte im gesamten Alpenraum grenzüberschreitend realisiert. Im Zuge der regionalen Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Oberallgäu und dem Kleinwalsertal hat sich die herkömmliche Gästekarte aus Papier in eine multifunktionale Chipkarte mit weitreichendem Einsatzbereich verwandelt. Die Allgäu-Walser-Card ist dabei mehr als nur die Abbildung einer Kur- und Gästekarte auf einem Mikrochip.

Aufgrund der technischen Ausstattung und des nachgelagerten Clearings wird ein enormes Potential zum Aufbau von touristischen Produkten für die Marken Allgäu und Kleinwalsertal vorgehalten. Die Allgäu-Walser-Card beinhaltet vor allem einen deutlichen Mehrwert für Gäste, Gastgeber und touristische Leistungsträger. Neben der Abspeicherung der jeweiligen örtlichen Gästekartenvergünstigungen und der Einführung des elektronischen Meldewesens ist die Karte für den Gast u.a. im Personennahverkehr (ÖPNV), als Skipass oder Zimmerschlüssel einsetzbar.

Seit Juli 2003 ist die Allgäu-Walser-Card, die mit ihrem attraktiven Angebot bisher den Feriengästen vorbehalten war, auch für Einheimische erhältlich. Im Laufe des Jahres 2013 wurde dann die komplette technische Infrastruktur (Karten und Kartenlesegeräte) im Rahmen eines EU-Förderprojekts ausgetauscht und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Und zum Start der Sommersaison 2014 haben sich zwölf Gemeinden im Westallgäu dem Allgäu-Walser-Card-System angeschlossen.

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